tagesschau.de meldet am 11. Juni 2019 mit dem Titel: "Kramp-Karrenbauer wird Kanzlerkandidatin" / Brinkhaus über CDU-Chefin

u/Fischiot

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"Eine mögliche Kanzlerkandidatur Kramp-Karrenbauers sorgte zuletzt für einige Skepsis. Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Brinkhaus, springt ihr nun zur Seite - manche in der Partei halten das jedoch für verfrüht.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist davon überzeugt, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird. Auf die Frage, ob Kramp-Karrenbauer rasch ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel wechseln solle, sagte er, die Vorsitzende habe viel zu tun mit der Neuaufstellung der CDU. "Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist."

Nach dem Desaster der CDU bei der Europawahl und der Kritik am Umgang der Parteizentrale mit dem Anti-CDU-Video des YouTubers Rezo war teils auch intern die Eignung Kramp-Karrenbauers für das Kanzleramt infrage gestellt worden. Über einen Wechsel der Vorsitzenden auf einen Kabinettsposten wird gelegentlich spekuliert, da sie in diesem Fall noch mehr Möglichkeiten hätte, sich mit der Umsetzung von Politik und häufigeren öffentlichen Auftritten zu profilieren.

Führende Unionspolitiker gegen vorzeitige Festlegung

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, hält die Frage nach einer Kanzlerkandidatin oder einem Kanzlerkandidaten der Union zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Grosse-Brömer sagte auf NDR Info, solche Fragen stellten sich erst dann, wenn es dazu kommt, neu wählen zu müssen. Das sehe er zurzeit nicht. "Warum soll ich mir zurzeit Gedanken darüber machen, wie man eine Kanzlerkandidatin oder einen Kanzlerkandidaten nominiert, wenn wir noch zwei Jahre die Verpflichtung haben, vernünftig zu regieren?"

Auch aus Sicht des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Armin Laschet ist noch nicht über die nächste Kanzlerkandidatur entschieden. "Annegret Kramp-Karrenbauer hat vorgeschlagen, die Kanzlerkandidatur auf dem CDU-Parteitag Ende 2020 zu entscheiden. Ende 2020 ist nicht heute und nicht jetzt", sagte Laschet der "Welt am Sonntag".

Werteunion fordert Urwahl

Die konservative Werteunion sprach sich dafür aus, die Parteimitglieder über den nächsten Kanzlerkandidaten von CDU und CSU abstimmen zu lassen. "Die Werteunion fordert angesichts der verheerenden Umfragewerte eine Urwahl des Kanzlerkandidaten durch die Mitglieder und startet kurzfristig eine Initiative zu deren Umsetzung", sagte der Vorsitzende Alexander Mitsch der "Welt". Die Große Koalition sei gescheitert, "sowohl inhaltlich als auch in den Augen der Bürger".

Was ist die Werteunion?

Bei der Werteunion handelt es sich um keine Gliederung der CDU, sondern um einen Verein. Ziel sei es, eine "Politikwende in Deutschland" sowie einen "Wandel in den Unionsparteien" zu erreichen, heißt es auf der Homepage. Nach eigenen Angaben hat der Verein Tausende Mitglieder, darunter Funktionäre und Mandatsträger aus der Union. Vorsitzender ist das CDU-Mitglied Alexander Mitsch, der Beisitzer im Vorstand des Kreisverbands Rhein-Neckar ist.

Brinkhaus sagte auf die Frage, ob es die Große Koalition angesichts der ungeklärten Führungsfrage bei der SPD und des anhaltenden Streits in Sachfragen an Weihnachten noch geben werde: "Der Plan ist, dass es die GroKo Weihnachten noch gibt." Der Bundestag sei bis 2021 gewählt, ebenso die Kanzlerin mit ihrer Bundesregierung vom Parlament."

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/kramp-karrenbauer-311.html

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