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Herakles / Herkules – vorab die Frage: Wie entstand die Milchstraße?

Als Säugling saugte Herakles an der Brust der olympischen Göttin Hera (sie wusste nicht, dass sie Herakles säugte). Herakles saugte derart kräftig an der Brust von Hera, dass sie vor Schmerzen den Säugling Herakles von sich stieß.

Nun spritzte die Milch aus ihrer Brust über den Himmel und bildete die Milchstraße.

So: Nun der Reihe nach zum Heros Herakles / Herkules.

In der griechischen Mythologie ist Herakles der wohl berühmteste Held überhaupt. Herakles hatte übernatürliche Kräfte (kein Wunder, wenn er als Säugling Muttermilch von einer Göttin trank).

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, kamen Herakles sogar göttliche Ehren zuteil – wodurch er in den Olymp aufgenommen worden ist.

Die Sage berichtet, dass Gottvater Zeus der Vater von Herakles ist. Die Alkmene (eine Sterbliche) ist die Mutter von Herakles. Iphiklis ist Zwillingsbruder von Herakles.

Herakles hat es ausgesprochen bunt getrieben und hatte entsprechend viele Geliebte und war mehrfach verheiratet. Aus diesen unzähligen Liebschaften / Ehen gingen viele Kinder hervor.

Die Genealogie von Herakles, wird von seiner Mutter Alkmene abgeleitet. Herakles gehört damit zum Geschlecht der Perseiden.

Herakles hat es bunt getrieben? Hier liegt wohl ein Erbe väterlicherseits vor. Gottvater Zeus hat seinen Lümmel nämlich auch an allen Ecken und Kanten eingelocht. Zeus hat sich in die Alkmene verliebt (na ja, von Liebe sprechen ist wahrscheinlich übertrieben). Als der Ehemann von Alkmene – Amphitryon – aus Mykene fliehen musste (er hat seinen Onkel Elektryon erschlagen), nutzte Zeus die Gunst der Stunde.

Zeus nahm die Gestalt von Amphitryon an und täuschte Alkmene. Zeus zeugte jetzt Herakles und Alkmene hielt Zeus für ihren Ehemann Amphitryon.

Als der echte Amphitryon heimkehrte, flog der ganze Schwindel auf. Amphitryon erkannte jedoch, dass Alkmene unschuldig war und verzieh ihr. Nun zeugte der echte Amphitryon mit Alkmene den Zwillingsbruder von Herakles – nämlich Iphiklis.

Die olympische Göttin Hera – Schwester und Ehefrau von Zeus – war nicht unbedingt begeistert davon, dass Zeus wieder einmal mit einer Liebschaft ein Kind (Herakles) in die Welt zeugte. Hera und Herakles, hatten ein sehr gespanntes Verhältnis zueinander.

Übrigens: Herakles war sehr gelehrig. Er war wissbegierig und ließ sich bereitwillig unterrichten. Er nahm Unterricht in vielen Bereichen (Wagenlenken, Bogenschießen, Faustkampf, Fechten, Ringen, Gesang, Musik auf der Leier und mehr). Gleichzeitig wird der Charakter von Herakles als ausgesprochen jähzornig beschrieben. Einmal fühlte er sich von seinem Musiklehrer Linos zu Unrecht getadelt – und daraufhin erschlug Herakles seinen Lehrer.

Die Jahre zogen dahin und aus dem Jüngling Herakles wurde ein Mann.

Plötzlich geschieht eine Wendung: König Eurystheus beruft Herakles in seine Dienste. Was macht Herakles? Er weigert sich! Böser Fehler: Göttin Hera erzürnt ob dieser Weigerung von Herakles und befördert Herakles in den Wahnsinn. Im Wahn tötet Herakles seine Frau Megara und warf seine zwölf Kinder ins Feuer. Als der Wahn vorüber war, erkannte Herakles was er getan hatte. Eine tiefe Schuld beschlich ihn.

Was tun, so fragte Herakles in seiner Verzweiflung das Orakel von Delphi. Die Pythia antwortete – Zitat:

„Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“

Und so kam es, dass sich Herakles in den Dienst des Eurystheus stellte. Eurystheus legte dem Herakles auf, dass er in zwölf Jahren zwölf Aufgaben erledigen muss. Im Rahmen dieser Aufgaben erlebte Herakles viele Abenteuer, die parallel zu den Aufgaben geschehen sind.

Die zwölf Aufgaben sind wie folgt überliefert:

Aufgabe Nummer 1: Das Fell vom Nemeischen Löwen besorgen

Aufgabe Nummer 2: Tötung der Hydra (lernäische Schlange)

Aufgabe Nummer 3: Kerynitische Hirschkuh einfangen

Aufgabe Nummer 4: Erymanthischer Eber einfangen

Aufgabe Nummer 5: Rinderställe des Augias ausmisten

Aufgabe Nummer 6: Stymphaliden (Vögel) vertreiben

Aufgabe Nummer 7: Kretischen Stier einfangen

Aufgabe Nummer 8: Die menschenfressenden Rosse des Diomedes zähmen

Aufgabe Nummer 9: Das Wehrgehänge der Amazonenkönigin Hippolyte herbeischaffen

Aufgabe Nummer 10: Die Rinderherde vom Riesen Geryon rauben

Aufgabe Nummer 11: Die goldenen Äpfel der Hesperiden pflücken

Aufgabe Nummer 12: Den Wachhund der Totenwelt Kerberos in die Oberwelt locken

Zum schluss lässt sich festhalten: Auch der Held Herakles, ist der Sage nach gestorben.

Seine Gemahllin Deïaneira war einmal neidisch darauf, dass sich Herakles der schönen Iole zuwandte.

Herakles hätte dies besser unterlassen. Deïaneira hatte nämlich ein mit Blut / Gift getränktes Unterhemd (Nessoshemd). Herakles wusste nicht, dass er dieses Unterhemd nicht anziehen darf. Deïaneira gab dem Herakles dieses Unterhemd und Herakles zog es ohne Argwohn an.

Jetzt überfielen Herakles fürchterliche Schmerzen. Herakles versuchte, dass Hemd abzustreifen. Jedoch: Es hatte sich mit seiner Haut verwoben. Herakles riss sich seine eigene Haut vom Leibe. Herakles erkannte, dass er nichts mehr tun kann und ließ sich von Philoktetes auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrennen.

Deïaneira tötete sich aus Verzweiflung selbst.

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