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In der griechischen Mythologie ist Uranos der erste Herrscher der (Ober-) Welt.

Uranos bedeutet Himmelsgewölbe und demzufolge stellt Uranos den Himmel in Göttergestalt dar.

Uranos gehört zu den Protogenoi. Die Protogenoi sind die Erstgeborenen und damit die ältesten Götter der Elemente.

Gaia (Erde) gebar die Erstgeborenen aus sich selber heraus.

https://t1p.de/Gaia

Das männliche Geschlecht kam mit Uranos auf die (Ober-) Welt.

In Menschengestalt gilt Gaia zugleich als Mutter und als Ehefrau von Uranos. In dieser Personifikation brachten Uranos und Gaia viele Nachkommen auf die Welt:

1: Drei Kyklopen

https://t1p.de/Kyklopen

2: Drei Hekatoncheiren

https://t1p.de/Hekatoncheiren

3: Zwölf Titanen

https://t1p.de/Kronos-Vater-von-Zeus

https://t1p.de/Rhea-Mutter-von-Zeus

https://t1p.de/Okeanos

https://t1p.de/Thetys

https://t1p.de/Kreios

https://t1p.de/Hyperion

https://t1p.de/Theia

https://t1p.de/Themis

https://t1p.de/Mnemosyne

https://t1p.de/Phoibe

https://t1p.de/Koios

https://t1p.de/Lapetos

Uranos hasste die Kyklopen und die Hekatoncheiren – obwohl sie seine eigenen Kinder waren. In der Folge warf Uranos die Kyklopen und die Hekatoncheiren in den Tartaros – in die tiefste Unterwelt der Erde (Hölle).

https://t1p.de/Tartaros

Hesiod erzählt, dass sich Uranos über diese böse Tat freute. Seine Frau Gaia hingegen war erzürnt darüber.

Im Zorn brachte Gaia den grauen Stahl hervor – Adamas genannt. Adamas gilt als unbezwinglich und ist für Menschen ein nicht zugängliches Metall. Aus Adamas fertigte Gaia eine Sichel. Ihre Söhne (die männlichen Titanen) stiftete sie nun an, Uranos den Phallus mit der Sichel abzuschneiden. Natürlich waren die Söhne erschrocken darüber, dass sie ihren eigenen Vater entmannen sollten.

Der Titan Kronos entschied, dass Uranos als erstes Wesen überhaupt eine schändliche Tat begangen hat, nämlich indem er die Kyklopen und Hekatoncheiren in die Hölle warf - und das aus purer Boshaftigkeit.

Kronos erklärte sich deshalb bereit, die Aufgabe der Entmannung zu übernehmen.

Als Uranos sich wieder mit Gaia vereinigen wollte, entmannte ihn Kronos mit der Sichel. Uranos warf einen Fluch über Kronos. Kronos solle später auch von seinen eigenen Kindern hintergangen werden, so lautete der Fluch.

Nach der Entmannung von Uranos, fielen seine Blutstropfen auf die Erde. Daraus entstanden die Furien – auch Erinnyen bezeichnet, die Giganten und die Meliaden (melische Nymphen). Die Furien sind die Göttinnen der Rache.

https://t1p.de/Erinnyen

Wenn mütterliche Ansprüche verletzt werden, treten die Furien auf den Plan. Unbarmherzig bestrafen sie jede Verletzung einer Rangordnung, die bedingt ist durch Blutsverwandtschaft.

Mit der Entmannung von Uranos, findet in der griechischen Mythologie eine Zäsur statt. An dieser Stelle endet die Urzeugung zwischen Himmel und Erde.

Hesiod erzählt übrigens, dass Aphrodite aus dem Samen von Uranos entstanden ist.

https://t1p.de/Aphrodite

Dieser Samen tropfte bei der Entmannung von Uranos in das Meer. Aphrodite wird daher auch als die Schaumgeborene bezeichnet und gilt als älteste olympische Göttin.

Der Titan Kronos übernimmt jetzt die Weltherrschaft. Der Fluch von Uranos soll sich später erfüllen. Kronos wird von seinem eigenen Sohn – Zeus – vom Thron gestürzt.

https://t1p.de/Gottvater-Zeus

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